RadioAid – Wie alles begann… Die Story (Teil 1)

Es war einmal eine Forums-Plauderei im Februar 2018 bei laut.fm …

Eine paar Radio-Macher unterhielten sich über ihre Lieblingsmusik. Begeisterung kam auf, als die Live Aid Konzerte aus den 80er Jahren Thema wurden.

“ Bob Geldof – Einer der noch weiß, was man mit Musik alles bewegen kann. Siehe Band Aid und die Live Aid Konzerte. “

Tja, und dann wollten wir auch was bewegen und erste Ideen einer Radio Charity Show kamen auf.

Und das erste kleine Wunder geschah: diese Idee ist nicht versandet. Wir sind den Weg einfach weitergegangen. Nach dem Motto: Here we go!

So, nun stellt euch mal vor: eine Handvoll Leute, die sich nicht wirklich kennen, die weder eine Struktur haben noch gemeinsame Erfahrung mit solch einem Event, wollen etwas miteinander organisieren, in einem Forum!

Genau: ist gar nicht so leicht.

Die erste Begeisterung wurde schon bei hitzigen Debatten über den Sendetermin gedämpft. Allein diesen Termin zu finden war ein etwas länglicher und mühsamer Prozess.

Und dennoch geschah das zweite kleine Wunder: auch wenn sich mittlerweile viele Sachen im Zusammenhang mit RadioAid echt nach Arbeit anfühlten, ging es weiter!

Warum? Weil es natürlich auch großen Spaß macht! Wir stürzten uns in das Projekt. Ein Kopfsprung ins kalte Wasser.

Und es gab ja auch immer wieder Fragen, die erstaunlich einfach zu klären waren. Zum Beispiel war es ganz leicht, unseren guten Zweck zu finden. Von Leukin waren wir sehr schnell überzeugt. Ein kleiner Verein mit großer Wirkung:

Über dessen Gründungsgeschichte, seine Ziele und seine Erfolge ist auf der Homepage Folgendes zu lesen:

“Unser 100%-ehrenamtlich geführter Verein wurde am 26. November 1996 gegründet, als im Bekanntenkreis ein Kind an Leukämie erkrankte und wir (acht Frauen) einfach das Gefühl hatten, irgendwie helfen zu müssen. Was aber konnten wir tun? Wir erkannten bald, dass im Zusammenhang mit dieser heimtückischen Krankheit oftmals nur eine Stammzellspende (früher auch Knochenmarkspende genannt) Leben retten kann. Wir konzentrierten uns darauf, unseren Mitmenschen klarzumachen, wie wichtig es ist, sich als potentieller Stammzellspender zur Verfügung zu stellen. Im Gesamtergebnis konnten bisher allein Dank unserer Mithilfe über 68.000 potentielle Stammzellspender bei der DKMS* in Tübingen registriert werden. Bis heute haben wir laut neuester Statistik der DKMS dazu verholfen, dass 728 Menschen ein neues Leben anfangen konnten.”

*Die  DKMS führt die Typisierungen durch und hat eine Spenderdatenbank, die weltweit zugänglich ist.

 

 

Mit der RadioAid Charity Show dazu beitragen zu können, dass Stammzellenspender gefunden werden, und dass vielleicht ein leukämiekrankes Kind eine Chance auf Leben erhält – das motiviert enorm!

Eine besonders schöne Erfahrung war die Resonanz im Forum. Viele Radio-Kollegen begeisterten sich schnell für RadioAid, und laufend kommen neue dazu. Heute am 26.04.18 stehen wir bei 35 Stationen, die die Show am 08.06.18 ausstrahlen wollen.

Wir werden Euch auf Facebook immer mal wieder einen von unseren begeisterungsfähigen Kollegen mit ihren Radio-Stationen vorstellen, ein kleiner Einblick in die Studios.

Zu finden in der Veranstaltung.

Und manchmal ist guter Rat teuer:

Echt krass, an was man alles denken muss, wenn solch ein Projekt Realität werden soll. Kennt ihr das: die ToDo-Liste wird immer länger, auch wenn laufend etwas als erledigt gestrichen werden kann? Für jedes “done” fallen uns drei neue “to do” ein.

 

Promotion zum Beispiel. Ist wichtig, klar, aber wie machen wir das? Wie können wir möglichst viele Menschen erreichen? Da fallen uns viele Möglichkeiten ein: Homepage, social media, Zeitungen, Artikel in blogs, und fürs Radio Spots und Jingles …

 

Jingles zum Beispiel. Gute Idee. Aber wer produziert sie? Hurra, sofort meldet sich jemand im Forum und bietet Unterstützung an. Erledigt. Nein doch nicht. Aha, wir brauchen Themen für die Jingles, und wir wollen nicht nur Promo-Jingles sondern auch welche für die Sendung, und konkreteTexte für Jingles brauchen wir auch …

 

Konkrete Jingle-Texte zum Beispiel. Nix wie ran, kann doch nicht so schwer sein, grübel-schreib-freu: bitte sehr. “Ja, schon – äh – gut irgendwie. Aber das kann doch kein Mensch flüssig sprechen. Machen wir mal ne Einsprechprobe.” …

 

Einsprechproben zum Beispiel: damit kann man sich dann echt ne halbe Nacht im Forum “amüsieren”, ach ja, und wirklich amüsieren auch!

Und die Ergebnisse könnt ihr ja in der RadioAid Show erleben.

Apropos: es darf auch mal leicht sein. Der Name RadioAid.

Ihr erinnert euch: Inspiration für das Projekt sind die Live Aid Konzerte. Folgender post kam ins Forum:

„So Freunde der Sonne, weiter geht’s… Das Kind braucht natürlich einen Namen… RadioAid ( englische Aussprache) wäre doch perfekt, oder? Somit kann man daraus ein wirklich langjähriges Projekt machen, welches z.B. 1 mal im Jahr gestartet wird.

RadioAid ist nicht markenrechtlich geschützt. Ferner war die Domain, Facebook und Twitter noch frei. (jetzt natürlich nicht mehr)“

Das war das dritte kleine Wunder.

Apropos Stammzellenspende. Was kommen da bei Euch für Assoziationen? Viele denken an Rückenmarkpunktion, Knochenmarkentnahme unter Vollnarkose, Schmerzen und Risiken.

Wusstet Ihr aber, dass eine Stammzellenspende heutzutage in über 80% der Fälle ohne Operation möglich ist? Die Homepages von LEUKIN und von der DKMS können Euch weitere Infos liefern.

 

 

Es geschah in der Osternacht: das Logo schlüpft

In der Nacht vom 31. März auf den 01.April ging es im Forum mal wieder zu wie im Bienenstock. Verschiedene Entwürfe für ein RadioAid Logo wurden gepostet. Begeisterung und Nörgelei hielten sich die Waage und es kamen immer mehr Entwürfe.

 

Dann wurde gemäkelt (ne, der Rand sieht aber noch #&% aus),

korrigiert (und in der Farbe?),

nach geistiger Unterstützung gefleht (Bier ist alle),

Vorschläge gemacht (und wenn de das mal rund machst?)

und präzisiert (und wenn du da noch paar Rillen reinfräst, siehts aus wie ne Schallplatte),

dann noch abgewogen (findste jetzt Vorschlag 16 oder 19 besser?)

Und so sah unser Osterei dann in der Endfassung aus:
ist ne runde Sache geworden, finden wir.

 

 

6 Kommentare

  1. An diesem Projekt kann man sehen, welche Gemeinschaft hinter den ganzen laut.fm Stationen steckt und wie wir irgendwo doch alle zusammen halten auch wenn der eine den anderen manchmal nicht mag, wir streiten, Diskutieren und sind manchmal unterschiedlicher Meinungen. Dennoch zeigt es sich das wir auch Gemeinsam können, mit diesem Projekt und das kommt nciht von alleine, das ist Laut.FM Stationen und ihrer Betreiber. Einfach genial

    1. Lieber Bernd,
      genau so isses! Du sprichst mir aus der Seele. Auch wenn ich grad eben mal wieder ein paar graue Haare mehr bekommen habe. Aber, so wie’s aussieht:
      wir haben auch heute abend mal wieder die Kurve gekriegt!
      Herzliche Grüße
      Mito

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